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Eine nahtlose Verbindung.

jehs+laub – zwei kreative Köpfe, die sich oft wie Magneten anziehen, manchmal auseinandergehen, aber immer wieder zusammenkommen. Ihre Entwürfe sind leise und reduziert. Der Weg zum Ziel ist dafür umso dynamischer. Dabei kann es auch mal laut werden. 

Reduzierung aufs Wesentliche – so lautet das Credo des Design-Duos. Deshalb arbeiten Sie auch nur zu  zweit an ihrer Gestaltung. Ziel sind dabei Entwürfe, an denen sich kein „Designspeck“ mehr befindet, wie sie es nennen. Alles Überflüssige muss weg. „Wir wünschen uns, dass man unseren Produkten im Bruchteil einer Sekunde ihre Idee ansieht“, sagt Markus Jehs.

Für diese Idee kämpfen sie – notfalls auch untereinander. Trotzdem, oder gerade deswegen, entstehen die besten Entwürfe im regen Austausch miteinander. Diese Eigendynamik ist Dreh- und Angelpunkt von jehs+laub. Eine Harmonie entsteht am Ende im Produkt. So wie beim Freischwinger ray von Brunner:  Mit seinen schlanken fließenden Formen, die nahtlos ineinander übergehen. Gestell und Sitzfläche scheinen im Übergang zu verschmelzen. „Ein Freischwinger ist einer der wenigen Stühle, der als Skulptur wahrgenommen wird. Alles ist im Fluss, an einem Stück. Das hat uns immer schon fasziniert“, so Jürgen Laub.

Fließende Bewegung in Stahl gegossen. 

Zwei Designer, die Entwürfe wie aus einem Guss produzieren. Ob ein Design wie der des rays mehr Jehs oder mehr Laub ist, wissen die beiden oft nicht mehr. Dafür verstehen sie sich zu sehr als Einheit. Das war nicht immer so: „Anfangs im Studium waren wir eher Rivalen. In einem kleinen Konkurrenzkampf darüber, wer das beste Projekt macht. Das war wie ein Sport“, erinnert sich Jürgen Laub.

Es gibt bei uns auch Entwürfe, die sind gefällig und nett, aber nicht besonders interessant. Wenn der andere gar nichts sagt oder gelangweilt tut, dann fängt ein Prozess an.

Jürgen Laub über Designprozesse

Dass durch Reibung Wärme entsteht, haben jehs+laub zu ihrem Erfolgsrezept gemacht. Das entspricht der Physik ihrer Beziehung. „Wir streiten uns leidenschaftlich und laut, trotzdem ergänzen wir uns gut. Es geht immer um die Sache, darum, das optimale Ergebnis zu erzielen”, sagt Markus Jehs. „Am Ende so einer Auseinandersetzung, die auch sehr emotional werden kann, entstehen immer Fortschritte!“ So wie der ray mit seinem edlem Gestell aus Aluminium-Druckguss. Die Armlehnen werden unsichtbar an das Stahlgestell und die Kunststoffschale montiert, ebenso durchgängig und nahtlos verläuft der Übergang vom Gestell zur Sitzschale. Einen Freischwinger wie diesen gab es vorher nicht. 

Auf die Frage, wie die Beziehung zwischen Designer und dem Hersteller Brunner funktioniert, antworten sie:  „Das ist wie bei Vater und Mutter.“ Beide sehen dabei den Designer als Vater. Laub ergänzt: „Der Hersteller ist die Mutter. Sie ist es, die ausbrüten und entwickeln muss, und zum Schluss ist dann das gemeinsame Kind da.“

Was ihrer Meinung nach gutes Design ausmacht? Da spricht Laub aus tiefster Überzeugung: „Wir wollen Produkte entwerfen, die möglichst lange produziert werden können und keine Modeerscheinungen“. 

Langlebige Beziehung, produktive Dynamiken sowie Gradlinigkeit untereinander wie im Design. Das ist es, was jehs+laub immer wieder anzieht.