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Zweimal 200%

jehs+laub – dass zwischen ihren beiden Namen ein Plus aber kein Leerzeichen steht, ist kein Zufall. Eher ein Statement. Denn die beiden Kreativen ergänzen sich perfekt. So perfekt, dass kein Raum für weitere Mitarbeiter ist. Zwei Einzelkämpfer machen ein Duo.

Dabei hatte Jürgen Laub am Anfang durchaus Vorbehalte gegen diese Konstellation: „Ich dachte immer, wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, hängt der sich nur dran und dann gibt es keine 200% sondern nur 150.“ Bis er in der Zusammenarbeit mit Markus Jehs feststellte: „Das ergibt ja 400%!“

Die Entscheidung, zu zweit zu arbeiten und zu bleiben, war eine durchaus bewusste. Der Motivator: Markus Jehs. Der war sich sicher: „Wir stellen jetzt keine Leute ein, die Zeichnungen machen oder Ingenieurwesen oder Instagram bedienen. Wir lassen das alles. Und machen das, was wir können. Dann haben wir Zeit für das Wesentliche.“

Das, was sie können, ist eine ganze Menge. Möbel entwerfen, Stühle, Leuchten, Sofas, Showrooms, ein Eishotel – und den Brunner A-Chair. 
 

Ein Stuhl für das 21. Jahrhundert.

Der A-Chair hat sie beide gereizt. Den richtigen Stuhl zu gestalten. Einen, der alles kann und den jeder versteht. Ein vernünftiges Produkt, das sie selber kaufen würden. Vernünftig heißt: gut gedacht und gemacht.

Laub erinnert sich an die Aufgabe aus dem Hause Brunner: „Macht was Ihr wollt. Denkt wie Ihr wollt. Nur macht uns einen Stapelreihenstuhl für das 21. Jahrhundert.“ Und Jehs freut sich immer noch über das Ergebnis dieser großen Freiheit: „Schön ruhig ist er geworden, der A-Chair. Und wenn er in einem riesigen Raum steht, hat man nicht den Eindruck, da stehen tausende Stühle. Denn die einzelnen Stühle fusionieren.“

Wenn wir einen Stuhl machen, müssen wir ihn mit den Sinnen beurteilen

Jürgen Laub über Designprozesse

Die Zusammenarbeit mit Brunner beschreiben beide wie eine Partnerschaft. Und mit Partnersein kennen sie sich aus: „Wir sehen uns häufig. Dann gibt es unterschiedlichste Initialzündungen: Entweder wir haben eine Idee, die aus so einem Gespräch resultiert. Oder Brunner braucht konkret eine Lösung“, erzählt Markus Jehs. 

Manchmal klingelt das Telefon, manchmal kommt die Anfrage per SMS: „Könnt ihr nicht mal darüber nachdenken?“ In diesem Prozess geht Brunner genauso intuitiv vor wie jehs+laub es tun: 

„Ich denke erstmal am Papier nach, während Jürgen sofort an den Rechner geht“, sagt Jehs. Das schnelle Visualisieren helfe ihnen enorm. Und die Erfahrung, sehr bald das sichere Gefühl zu haben: das wird was. Das machen wir.
 

Auch beim A-Chair war es schnell da, dieses Gefühl. Jürgen Laub erinnert sich: „Den haben wir aus Papier geschnitten. Aus einem Stück. Und dann gefaltet. In dem Moment haben wir gewusst: der ist sagenhaft stapelbar, sagenhaft reihbar. Der ist ruhig und hat eine neue Figur. Da war er für uns im Prinzip schon fertig. Jetzt müssen wir eigentlich nur noch arbeiten“

Das, was er arbeiten nennt, bedeutet zunächst einmal, Antworten zu finden: wie kriegt man das Gedachte produziert? Und aus welchen Materialien?
Eine Frage war schnell beantwortet: wie soll er heißen, der Stuhl für das 21. Jahrhundert? „Es gibt diese jehs+laub-Regel: Wenn uns der Arbeitstitel innerhalb von 30 Sekunden einfällt, dann wird er später auch meistens der Produktname,“ sagt Markus Jehs. „A-Chair – das war schon der Arbeitstitel. Ein sogenannter A-Stapler und die schöne Doppeldeutigkeit: a chair.“

Ein Stuhl. Und ein Leitmotiv. „Der perfekte Sitz. Denn der ist bei Brunner selbstverständlich. Den haben sie schon hundert Mal gemacht. Warum sollten wir das beim hundertundersten Mal nicht mehr machen? Warum sollte der jetzt plötzlich unbequem werden?“ Jürgen Laub und Markus Jehs waren sich in diesem Punkt einig. Die Dinge besser machen. Für die beiden ein ständiger Diskurs. Einer, der so charakteristisch für jehs+laub ist. Das Duo aus zwei hundertprozentigen Individualisten.